Gegen das Vergessen

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Am 28.11.2016 begrüßten wir Frau Michaela Vidlaková zu einer Gesprächsrunde im Gymnasium Potsdam West. Die gebürtige Pragerin berichtete uns von ihren Kindheits- und Jugenderinnerungen in Prag und über den Umgang mit Menschen während der nationalsozialistischen Besetzung Tschechiens. Dabei brachte sie uns ihr Erleben mit feinfühligen Schilderungen, persönlichen Eindrücken und Fotografien sowie viel Humor näher. Sie überlebte mit ihren Eltern die Inhaftierung im KZ Theresienstadt und die Wirren der Nachkriegszeit. Es gelang der bald 80-Jährigen in ihrem Vortragen das dunkle Kapitel der deutschen Geschichte den Schülerinnen und Schülern zu verdeutlichen, dabei jedoch auch immer, ihre damals kindliche Sicht auf das Geschehen zu vergegenwärtigen und so auch die Momente zu beleben, die ein Lächeln auf ihr Gesicht und unsere zauberten, wie die Anekdoten von ihrem Jugendfreund, der ihr auf der Krankenstation in Theresienstadt die deutsche Sprache beibrachte, die sie bis heute fließend spricht. Diese Fähigkeit nutzt sie seit langem, um Schülerinnen und Schüler an ihren Erinnerungen teilhaben zu lassen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Deswegen freute es sie auch besonders, dass die dreißig anwesenden Schülerinnen und Schüler zahlreiche Fragen stellten. Sie beendete die Gesprächsrunde mit dem Gedicht einer Mitinhaftierten, das für uns auch ihre Sicht auf die Welt verdeutlichte – die Hoffnung darauf, dass die Erde ein Garten für alle Menschen werde – unabhängig von Religion, Geschlecht oder Hautfarbe.

Wir bedanken uns für die Unterstützung des RAA Potsdam, insbesondere bei Frau Meyer und Frau Rauch – Vielen Dank!

Für uns war dieses persönliche Treffen eine besondere Erfahrung, die die Erinnerungen lebendig hält.

zeit2

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