Achtung – Wo bleibt das analoge Leben?

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So ähnlich könnte man die Frage formulieren, die sich der Film „Offline – Das Leben ist kein Bonuslevel“ stellt, in dem es um einen spielsüchtigen Jugendlichen geht, dem sein Spielaccount gehackt und das Spielen somit unmöglich gemacht wird. Was bleibt, ist eine Lösung in der analogen, „echten“ Welt zu finden, was ihm zunächst schwer fällt, weil er diese Welt so schlecht zu kennen glaubt.

Die Schülerinnen und Schüler des Hannah-Arendt-Gymnasiums sahen diesen Film am Mittwoch (20.09.17) im Thalia-Kino in Potsdam Babelsberg. Im Rahmen der Initiative #Wir im Netz nahmen sie an den School Media Days 2017 teil und konnten im Anschluss an die Filmvorführung einer Fragerunde mit einigen spannenden Gästen wie etwa Günter Baaske (Minister für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg) oder Prof. Dr. Felix Naumann (Hasso-Plattner-Institut) lauschen. Hier ging es nicht nur um das Problem Spiel- bzw. Internetsucht, sondern darum, wie digitales Kommunizieren, Lernen und Arbeiten unsere Zukunft beeinflussen werden. Zum Beispiel wurde der Lehrplan erst kürzlich an neue Herausforderungen der Digitalisierung angepasst, so Baaske. Die Schülerinnen und Schüler würden damit noch stärker auf die digitale Zukunft vorbereitet werden.

Am Ende waren auch direkte Fragen an die Redner erlaubt, die zahlreich und engagiert gestellt wurden. Mehrfach kam die Rede auf die sog. „hate speech“ (Hassrede), die in sozialen Netzwerken vor allem in Kommentaren zu Beiträgen anderer Nutzer Verbreitung findet. In vielen Fällen seien sich die Schreiber einfach nicht bewusst, dass die Kommentare andere verletzen könnten, die auf der anderen Seite an ihrem Computer sitzen. Sie würden sich stark fühlen, obwohl so ein Hasskommentar auch zur Anzeige gebracht werden und eine Strafe (etwa eine hohe Geldstrafe) zur Folge haben kann, wie die Chefredakteurin der MAZ, Hannah Suppa, zu berichten wusste. Moritz (Klasse 7.3) etwa stellte auch die Frage nach der Kontrolle von Computern, die selbstständig zu denken vermögen und wies damit auf eine große Gefahr von Digitalisierung hin.

Dass man sich vor allem die Gefahren des Internets und der Digitalisierung bewusst machen muss, ist an diesem Tag im Thalia-Kino deutlich geworden. Über die Chancen wurde weniger gesprochen und es sahen auch nur wenige der Teilnehmer die Geschichte von Jan, dem Jugendlichen Spieler aus „Offline“, als realistisches Beispiel an. Dennoch gab es für unsere Schülerinnen und Schüler einiges an Futter zum Nachdenken und googlen.

C. Kutschan

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