RARA – Cinescolar

NeuigkeitenKommentare deaktiviert für RARA – Cinescolar

Spanische Sprache und Kultur im Spanischunterricht mal anders erleben.

Die 8. Klassen des Hannah-Arendt-Gymnasiums machten sich dieses Jahr auf den Weg ins Filmmuseum in Potsdam, um dort am spanischen Schulkino Cinescolar teilnehmen zu können.  Passend zum Lehrplan konnten die Schüler und Schülerinnen den Film Rara in der spanischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln erleben.

Der folgende Schülerbeitrag zeigt, dass auch Unterricht am anderen Lernort das Interesse von Schülern und Schülerinnen bei den Vor- und Nachbereitungen weckt und sie zum Nachdenken nachhaltig anregt.

Schülerbeitrag:

„Homosexualität- ein großes Thema, welches mit vielen Vorurteilen belastet ist. Für Kinder ganz normal, schließlich sollte Liebe grenzenlos sein, doch scheinbar birgt es noch immer Probleme in sich. Mit dem Film „Rara“, was auf Deutsch „komisch, seltsam“ bedeutet, von Pepa San Martín, soll gezeigt werden, dass sich Regenbogenfamilien kein bisschen von den andersgeschlechtlichen Familien unterscheiden. Dennoch zeigt der Film, der auf einer wahren Geschichte in Chile basiert, dass die gleichgeschlechtliche Liebe dazu geführt hat, dass der Mutter vom Gericht die Kinder weggenommen wurden. Das bietet Raum für Diskussionen und regt zum Nachdenken an. Gab und gibt es immer noch Vorurteile gegenüber Regenbogenfamilien?

Neben dieser Thematik steht die Pubertät der Protagonistin Sara im Mittelpunkt der Betrachtung. So probiert Sara z. B. das erste Mal eine Zigarette aus, um einerseits gegen ihre Mutter zu rebellieren und andererseits, um ihren Schwarm zu beeindrucken. Die Situation zwischen Mutter und Tochter spitzt sich zu und es kommt immer öfter zu Streitereien. Schließlich hat der Vater das Gefühl, dass die neue Freundin seiner Exfrau der persönlichen Entwicklung der beiden Mädchen schadet und setzt somit ein Gerichtsverfahren in Gang, um die Kinder zu sich und seiner neuen Partnerin zu holen.

Der Film lässt viel Raum, um über die einzelnen Szenen später im Unterricht zu diskutieren und ich, als Schülerin, würde den Film weiterempfehlen, damit andere und auch man selbst dazu angehalten wird, einmal um die „Ecke“ zu denken und Vorurteile, Konflikte und Probleme in der Pubertät aus mehreren Perspektiven reflektieren zu können.“

(Schülerin aus der 8. Klasse)

Comments are closed.

© 2018 Hannah-Arendt-Gymnasium Potsdam