Hannah Arendt und die Banalität des Bösen

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Zu diesem Thema fand am 15.10.2018, einen Tag nach dem 112. Geburtstag Hannah Arendts, der 1. Filmabend unserer Schule in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung statt. Interessierte Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Kolleginnen und Kollegen erschienen am frühen Montagabend im Filmmuseum Potsdam. Gestärkt durch Popcorn, Brezeln und Getränke betraten alle pünktlich den Kinosaal und harrten gespannt der Dinge, die noch kommen sollten.

Die Eröffnung des Abends erfolge dann durch die Schulleiterin Frau Buchholz. Sie erklärte die Notwendigkeit von Schule als Bildungsinstitution, nicht nur in den eigenen vier Wänden zu wirken, sondern sich in einen intensiven Austausch mit den außerschulischen Bildungs- und Kultureinrichtungen der Stadt zu bringen. Zudem betonte sie die Besonderheit des gewählten Veranstaltungstages. Es ist von nun an das erklärte Ziel der Schule, in jedem Jahr in der Geburtswoche Arendts einen Film zu zeigen, der im Sinne des Wirkens und Denkens dieser beeindruckenden Persönlichkeit sowie ihrer Zeit steht. Es folgte ein Redebeitrag von Katrin Wuschansky (Friedrich-Ebert-Stiftung Potsdam), der die Besonderheit der Kooperation zwischen der Schule und der Stiftung herausstellte. Frau Cornelia Hermann nahm im Anschluss eine interessante Einführung in den Film „Hannah Arendt – Ihr Denken veränderte die Welt“ vor. Sie ist professionelle Filmbesprecherin und schrieb das didaktische Handbuch zum Film. Nach einer kurzen Publikumsbefragung, wer denn Hannah Arendt eigentlich war, bettete sie den Film zeitlich wie auch bezüglich des Lebens Hannah Arendts ein. Der fast zweistündige Spielfilm aus dem Jahr 2012 bot im Anschluss viel Potential für Diskussionen, die zu Beginn noch im Saal, dann im Foyer des Filmmuseums und sicherlich noch in den kommenden Schultagen im Unterricht durch- und fortgeführt wird.

Insgesamt war der Abend ein gelungener Auftakt für die Schule, sich zunehmend weiter mit Hannah Arendt, ihren philosophisch-politischen Theorien zu Freiheit, Demokratie und auch Freundschaft zu beschäftigen.

Die Schule bedankt sich für die Unterstützung bei der Vor- und Nachbereitung sowie der Durchführung des wunderschönen Abends bei folgenden Personen:

Frau Katrin Wuschansky (Kooperationspartnerin der Friedrich-Ebert-Stiftung Potsdam), Cornelia Hermann (Filmbesprecherin), Christin Hermstein und Bastian Schulz (Koordination und Planung), dem Filmmuseum sowie ganz besonders bei den fünf engagierten Schülerinnen: Luise Götze, Lena Kanstein, Johanna Mrugowsky, Frederike Söllner und Helena Tillack.

 

„[Im Eichmann-Prozess] konnte jeder sehen, dass dieser Mann kein »Ungeheuer« war, aber es war in der Tat sehr schwierig, sich des Verdachts zu erwehren, dass man es mit einem Hanswurst zu tun hatte.“ – Hannah Arendt über Adolf Eichmann

 

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