Denken ohne Geländer – Unser Leitbildtag

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Während unsere 7. und 8. Klassen am Zukunftstag des Landes Brandenburg teilnahmen und einen Einblick in die Berufswelt erhielten, und unsere 9. Klassen fleißig an ihren ProKo-Projekten bastelten, entwickelten das Kollegium, engagierte Eltern und Schüler/innen das Leitbild des HAG.

Gegen 9 Uhr trafen wir uns im Deutschen Historischen Museum (DHM). Das Museum ist ein Kooperationspartner unserer Schule und stellte uns Räumlichkeiten zur Verfügung, um unser methodisch anspruchsvolles Design zur Entwicklung eines Leitbildes verwirklichen zu können.

Zuerst erhielten wir eine kurze Einführung von Herrn Wilkening zum Thema „Leitbildentwicklung“. Bevor es dann an die Arbeit ging, hatten alle Teilnehmer/innen die Möglichkeit einer Führung durch das Demokratie-Labor des DHM beizuwohnen.  Die interessanten und mitunter spielerischen Einblicke in verschiedene Aspekte des demokratischen Handelns waren ein inspirierender Auftakt, um im Anschluss ein eigenes identitätsstiftendes Leitbild mit basisdemokratischem Anspruch zu entwickeln.

Hoch motiviert starteten wir sodann in die erste Gruppenarbeit: Lehrerkräfte, Eltern und Schüler/innen stellten sich zuerst in homogenen Gruppen die Fragen, wie das HAG überhaupt nicht sein sollte. Was wäre eine schreckliche Schule? Was müsste alles schief laufen? Wie würden Schüler/innen und Lehrer/innen in einer solchen Schule agieren? Kurz: Was müsste in den nächsten Jahren geschehen, um sich in eine Schule des Schreckens zu verwandeln?

In einem folgenden Schritt bestand die Aufgabe darin, die negativen Assoziationen ins Positive zu wenden. Wir stellten unsere fiktive Schreckensschule also auf den Kopf, um einen Ausblick für die Zukunft zu kreieren, der lohnens- und erstrebenswert erschien.

Nach einer wohlverdienten Mittagspause ging es an die Konkretisierung. Wieder in Gruppen – in dieser Runde jedoch heterogener Art (Schüler/innen, Lehrkräfte und Eltern) entwickelten wir Slogans, Leitsätze, erste Maximen. Wir rangen um Worte, suchten Bedeutsamkeiten, stritten um Nuancen. Uns rauchten die Köpfe. Dieser konstruktive Diskurs allein war für alle Beteiligten schon eine wertvolle Erfahrung. Trotzdem galt es im Anschluss, die in Gruppen erarbeiteten Vorschläge im Plenum zu präsentieren und zu reduzieren, bis wir ein finales und passables Ergebnis vorweisen können.

Am Ende des Tages wählten wir schließlich aus drei Vorschlägen unser zukünftiges Leitbild für das Hannah-Arendt-Gymnasium aus.

Es ist zu verkünden: Wir sind erschöpft und haben allen Grund zum Lächeln, denn seit dem 28.03.2019 um 15:47 Uhr verfügen wir über ein Leitbild. Es wird in den kommenden Jahren die Entwicklung der Schule aufrechterhalten, unser Handeln leiten und Identität stiften.

Wir bedanken uns bei Herrm Wilkening für die kompetente Unterstützung und Begleitung an diesem Tag sowie bei unserem Kooperationspartner, dem Deutschen Historischen Museum. Selbstverständlich gilt unser Dank auch den Eltern und Schüler/innen, die an unserem ersten Leitbild engagiert und konstruktiv mitgewirkt haben.

Nicht zuletzt warten wir nun gespannt auf das Ergebnis unserer Proko-Gruppe, die den Tag mit Kameras begleitet und Interviews geführt hat!

 

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